Chronik

Auszug aus der Vereinschronik

Unsere Karnevalsgesellschaft „Lövenicher Neustädter“ von 1903 e.V.

1903 bis 1914

Am 11.11.1903 wurde die Gesellschaft gemäß einer karnevalistischen Tradition gegründet. Der Name „Lövenicher Neustädter“ entstand aus der Planung, eine Straßenbahnlinie von Köln nach Lövenich zu bauen, um somit den Ort an Köln anzubinden, gleich Neustädter. Als Beigeordneter der Stadtverwaltung Köln gab Dr. Konrad Adenauer im Jahre 1906 „freie Fahrt“ für die erste Straßenbahn nach Lövenich. Zu den Gründern unserer Gesellschaft gehörten u. a. Peter Nolden, Peter-Josef Nolden, Johann Schimberg, Michael Förster, Christian Casper, Josef Hövels und Wilhelm Fassbender.

1915 bis 1918

Leider kam das Vereinsleben durch den Ausbruch des „Ersten Weltkriegs“ vollständig zum Erliegen.

1919 bis 1939

Trotz jahrelangen Stillstandes wurde im Jahre 1923 unter dem Vorsitz von Theo Luxem mit dem Wiederaufbau der Gesellschaft begonnen. Bis 1933 wurden jährlich Sitzungen und ein Karnevalszug veranstaltet. Ungeachtet der Wirtschaftlichen Lage nahm die Gesellschaft einen schnellen Aufschwung, so dass das 25jährige Bestehen im Jahre 1928 unter dem Narrenprinzen Johann I., Johann Schimberg, in einem würdigen Rahmen gefeiert werden konnte. Theo Luxem wurde die erste Präsidentenkette überreicht. Höhepunkt des Jahres 1928 war ein Karnevalszug durch Lövenich. Die monatlichen Versammlungen unserer Karnevalsgesellschaft wurden bis zum März 1939 abgehalten.

1940 bis 1945

Infolge des „Zweiten Weltkrieges“ mussten alle Tätigkeiten unserer Gesellschaft eingestellt werden.

1946 bis 1949

Am 11.11.1946 wurde durch den I. Vorsitzenden und Präsidenten, Theo Luxem, mit einer Monatsversammlung unsere karnevalistische Tradition erneuert. Zum ersten Prinzen nach dem Krieg wurde Josef I., Josef Nolden, gewählt. Im Jahre 1948 übernahm dann das erste Dreigestirn: Gerhard Schnorrenberg, Prinz, Elisabeth Bädorf, Bauer, und Anne Jansen, Jungfrau, die Regentschaft. Unter Beteiligung aller Ortsvereine nahm der Karnevalszug erstmalig seinen Weg auch durch die Ortschaft Weiden.

1950 bis 1953

Im Jahre 1950 endete die Session mit einem Fischessen bei dem das Tanzcorps „Blaue Jungs“ unter der Leitung von Georg Weil gegründet wurde. Erster Kommandant des Corps wurde dann Georg Weil. Das 50 jährige Bestehen unserer Gesellschaft wurde mit einer Jubiläumssitzung gefeiert. Leider legte Theo Luxem, der I. Vorsitzende unserer Gesellschaft, sein Amt nach dreißigjähriger Tätigkeit aus Gesundheitsgründen nieder. Gerhard Schnorrenberg wurde neuer I. Vorsitzender. In dieser Zeit hatte das Tanzcorps seine Auftritte.

1954 bis 1956

In diesen Jahren wurde unter den Vorsitzenden Josef Pesch, 1954/1955, Toni Werner, 1955/1956, Heinz Seifert, 1956/1957, intensiv an dem weiteren Aufbau der Gesellschaft und unseres Tanzcorps gearbeitet. Zum Dreigestirn der Session 1954/1955 wurde Albert Busse, Prinz, Johann Ubber, Bauer, und Hermann Christmann, Jungfrau, proklamiert. Dieses war bis heute das letzte Dreigestirn in Lövenich. Unter der Leitung der Kommandanten Georg Weil und Fritz Lucas gelang es dem Tanzcorps, zu einem der Besten im Landkreis Köln zu werden. Auf zahlreichen Tanzcorpswettbewerben wurden mehrere erste und zweite Plätze errungen. Die Karnevalsgesellschaft ist auch Mitbegründer des Karnevalsverbandes Köln-Land e.V. (heute Karnevalsverband Rhein-Erft e.V.) und wurde im Jahre 1956 Mitglied im Bund „Deutscher Karneval e.V.“.

1957 bis 1959

Unter dem Neuen I. Vorsitzenden, Albert Busse, wurde eine neue Satzung für die gesamte Gesellschaft „Lövenicher Neustädter 1903“ und das Tanzcorps „Blaue Jungs“ aufgestellt und in das Vereinsregister eingetragen. Im Jahr 1958 übernahm Albert Busse ebenfalls die Leitung der Sitzungen, die bis dahin von Johann Ubber und Hans Wagner geleitet wurden.

1960 bis 1962

Zum 10jährigen Bestehen des Tanzcorps wurde ein „riesiges“ Tanzcorpstreffen veranstaltet. Erstmals trat die Gesellschaft in einer „Uniform“ „Blau-Gelb“ auf. Georg Weil, der Kommandant des Tanzcorps, legte sein Amt nieder. Andreas Schneider wurde sein Nachfolger, Tanzoffizier wurde Dieter Heiser. In dieser Zeit lagen die Schwerpunkte unseres Vereins in den Sitzungen, Maskenbällen, Karnevalszügen, Tanzcorps, bunten Abenden und Rheintouren. In Verbindung mit der Schule kamen Kindersitzungen dazu.

1963 bis 1970

Das 60jährige Bestehen unserer Gesellschaft wurde zum glanzvollen Ereignis. Zum ersten Mal kam auch das Kölner Dreigestirn: Prinz Franz Pohl, Bauer Leo Körsgen und Jungfrau Horst Fischer, zur Sitzung nach Lövenich. Die Mitglieder dieses Dreigestirns wurden zu Ehrenratsherren unserer Gesellschaft ernannt. Das Tanzcorps ertanzte sich einen Pokal nach dem anderen. Z. B. in Bonn den ersten Platz und dreimal den Dr. Konrad-Adenauer-Preis und v. a.. Eine Fahrt nach Diepenbeek in Belgien führte zur ersten Partnergemeinde der damaligen Gemeinde Lövenich. Albert Busse legte sein Amt als I. Vorsitzender und Sitzungspräsident nieder. Josef Schick übernahm die Nachfolge des Amtes des I. Vorsitzenden und Andreas Schneider das Amt des Sitzungspräsidenten. Im ganzen Jahr fanden Veranstaltungen, Tanzcorpsauftritte in Dortmund, Essen, Münster und Bremen sowie Sitzungen, die sämtlich ausverkauft waren, statt. Auf diesem Höhepunkt musste der „Saal Müller“ wegen Baufälligkeit geschlossen werden. Noch einmal konnte eine Sitzung, diesmal im Kinosaal „Schimberg“ gehalten werden, danach kam der Sitzungskarneval zum Erliegen.

1971 bis 1972

In diesen beiden Jahren fanden keine Sitzungen statt, jedoch wurde der Karnevalszug unter Mitwirkung der Vereinsgemeinschaft Lövenich verstärkt belebt. Der Zoch „vergrößerte“ sich ständig.

1973 bis 1977

Zum 70jährigen Bestehen unserer Karnevalsgesellschaft wurde auf dem Kirchplatz ein Festzelt aufgestellt. In diesem wurde neben der Prunksitzung auch erstmals eine Herrensitzung veranstaltet. Im selben Jahr wurde die neue „Uniform“ „Blau-Schwarz“ eingeführt. Ein Jahr später kam noch die Damensitzung unter der Leitung der Sitzungspräsidentin, Hubertine Pesch, und einem Damenelferrat hinzu.

Aus den gemeinsamen karnevalistischen Interessen wurde im Jahr 1973 das Festkomitee „Lövenicher Karneval“ von den Karnevalsgesellschaften: Lövenicher Neustädter von 1903, Tanzcorps „Blaue Jungs“, Römergarde Weiden von 1962 und Große Junkersdorfer KG von 1973 gegründet. Gemeinsam eröffnete das Festkomitee an Weiberfastnacht den Straßenkarneval. Erstmals im Jahr 1975 wurde ein Kinderdreigestirn: Prinz Ingo Broicher, Bauer Michael Klein, und Prinzessin Michaela Heiser aus allen Gesellschaften aufgestellt. Heute noch bestehen diese Gemeinsamkeiten. Mit großem Erfolg wurde zum 25jährigen Bestehen des Tanzcorps ein Tanzcorpstreffen ausgerichtet. Leider nahm Andreas Schneider nach 15jähriger Kommandantschaft seinen Abschied. Sein Nachfolger wurde Dieter Heiser.

Ein Besuch in Benfleet – England -, eine der drei Partnergemeinden Lövenichs, wie Diepenbeek in Belgien und Igny in Frankreich, führte zum vollen Erfolg und neue Freundschaften wurden geschlossen.

1978 bis 1981

Rechtzeitig zum 75jährigen Bestehen unserer Gesellschaft konnte die Mehrzweckhalle in Weiden fertiggestellt werden. Anfängliche Schwierigkeiten mit der Dekoration, der Beleuchtung und der Akustik begründeten sich in der Größe und insbesondere in der Höhe dieser Halle. Allerdings konnten diese in den weiteren Jahren mit viel Engagement beseitigt werden. Auch unsere guten Programme, zusammengestellt von Franz Kessler, überspielten diese anfänglichen Schwierigkeiten.

Seit 1981 kommt zu unseren Sitzungen mit großem Erfolg eine Kinderkostümsitzung dazu. In dieser Zeit nimmt unser Tanzcorps erfolgreich an nationalen und internationalen Wettbewerben und Meisterschaften teil.

1982 bis 1993

Josef Schick trat nach 17jähriger Tätigkeit als I. Vorsitzender zurück. Er wurde zum Ehrenvorsitzenden der Karnevalsgesellschaft ernannt. Hans-Peter Spann trat seine Nachfolge an. Andreas Schneider trat ein Jahr später nach 18jähriger Sitzungspräsidentschaft ebenfalls zurück. Er wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt. Sein Nachfolger wurde Günter Schniering. Es kamen neue Aktivitäten in die Gesellschaft. So wurden auf der „11. im 11. Feier“ Programme aus eigenen Kräften vorgeführt, ob „ en Buure-Huhzick“, „Oper“, „Volksmusik“, „Karneval“ oder „eine Weltreise“, alles wurde in gekonnter „Playback-Mimik“ auf die Bühne gebracht. Jährlich wurden Theaterbesuche bei den Fordwerken, Hänneschen Theater, Millowitsch oder Senftöpfchen durchgeführt. Zur festen Einrichtung des Jahres wurde das Sommerfest im Garten der Eheleute Wilhelmine und Rolf Göbel.

Ein jahrelanger Wunsch des Vorstandes unserer Gesellschaft, die Kinder und Jugendlichen zu fördern und sie an den Karneval heranzuführen, ging mit der Gründung des Kindertanzcorps „Kajüte Müsjer“ 1988 in Erfüllung. Unter der Leitung von Michaela und Dieter Heiser treten sie seither auf verschiedenen Veranstaltungen auf. Auch die Mitgliedschaft bei den „Muuzemändelcher“ ermöglichte eine stärkere Verbindung zum Karneval der Stadt Köln. So konnte u. a. das Tanzcorps bei der Eröffnung des Karnevals, der „11. im 11. Feier“  im Rathaus der Stadt Köln mitwirken. Der I. Vorsitzende, Hans-Peter Spann, ist gleichzeitig im geschäftsführenden Vorstand der „Muutzemändelscher“.

Im Jahr 1991 brach der erste „Golfkrieg“ aus. Die Sitzungen konnten noch durchgeführt werden, jedoch mussten alle anderen Veranstaltungen abgesagt werden. Eine kleine Ausnahme gab es aber dennoch, denn am Rosenmontag fuhren Mitglieder unserer Gesellschaft zum Rathaus der Stadt Köln und marschierten von dort mit Gleichgesinnten, „Ehrengarde“, „Große Mülheimer“, „Blau-Gold Ehrenfeld“ zum Hahnentor. Hubertine Pesch trat nach 17jähriger Sitzungspräsidentschaft der Damensitzung zurück. Sie wurde zur Ehrenpräsidentin ernannt. Christel Spann wurde ihre Nachfolgerin.

Jedes Jahr fuhr die Gesellschaft drei Wochen nach unserer Session mit einigen Mitgliedern zum Karnevalszug nach Diepenbeek. Aber auch der Diepenbeeker Karnevalszug wurde infolge des „Golfkriegs“ abgesagt und bis heute nicht wieder durchgeführt, so dass auch der Diepenbeeker Straßenkarneval zum Erliegen kam. Aus diesem Grund nehmen unsere Freunde aus Diepenbeek nur noch am Lövenicher Zug teil. Das 90jährige Jubiläum unserer Karnevalsgesellschaft begann mit der Feier zum „11. im 11.“, wurde mit dem Herrenkommers am 29.11.1992 sowie der Galasitzung fortgeführt und endete mit den Karnevalszügen im Jahr 1993.

1994 bis 1999

Im Jahr nach dem 90-jährigen Jubiläum ging es in unserer Gesellschaft weiter mit neuen Aktivitäten. Das Geschehen um die Sitzungen lief ja gut und die Mitglieder suchten nach vereinsmäßiger Betätigung auch im übrigen Jahresverlauf. Erstmals 1994 begannen wir mit dem Aufstellen eines Weihnachtsbaums in Lövenich, erst in der Zaunstr., seit 1998 am Odemshof. Er wird richtig geschmückt mit roten Schleifen und goldenen Kugeln. Am ersten Adventssonntag wird er dann mit einer vorweihnachtlichen Feier bei Reibekuchen, Spießbraten, Glühwein und Bier offiziell eingeweiht. Dies lassen sich die Lövenicher nicht entgehen und kommen recht zahlreich zu diesem stimmungsvollen Treiben. Bei der ersten Feier am Weihnachtsbaum fand ein weihnachtliches Konzert mit King Size Dick statt.

Im darauf folgenden Jahr begannen wir ebenfalls mit dem Aufstellen eines Maibaums, auch erst in der Zaunstr., dann am Odemshof. Von unseren Freunden in Bettenfeld in der Eifel bereits nach Maß gefällt und bearbeitet, holen etwa jedes Jahr um die 10 Mitglieder den Maibaum mit Hilfe der Fa. Krämer ab und stellen ihn auf. Vor dem Aufstellen wird er natürlich mit bunten Girlanden geschmückt. Seit der Fertigstellung unseres Casinos im Odemshof beginnt am Abend des 30. April unsere Feier unter dem Motto „der Mai ist gekommen“.

Ebenfalls 1994 fand erstmals ein Wandertag, zu dem auch Freunde und Bekannte eingeladen sind, statt. Ab 1998 kam der Herrenabend dazu. Seit dieser Zeit sind beide Veranstaltungen eine feste Einrichtung in unserer Gesellschaft. Bis dahin war es vereinsmäßig ruhig. Aber im Jahr 1998 trat Günter Schniering nach 16 Jahren Präsidentschaft als Sitzungspräsident zurück. Ihm folgte Dr. Kai-Uwe Hoffmann, der in den folgenden Jahren unsere Sitzungen bravourös leitete.

Im Jahr 1997 wurde unser Casino eingeweiht, welches unsere Mitglieder mit immenser Eigenleistung selbst gestalteten. Erst fanden unsere Veranstaltungen zur Probe statt, um zu prüfen, ob alles verträglich abläuft.  Seit 1998 finden unsere Aktivitäten, bis auf unsere Sitzungen, fast ausschließlich im Casino statt. Erstmals im Jahr 1999 fand unsere Veranstaltung „Raderdoll im Casino“ statt. Sie ist für jedermann offen und da sie sehr beliebt ist,  wird sie auch recht gut von den Lövenichern angenommen.
 2000 bis 2003

Bei der Jahreshauptversammlung im Mai 2000 wurde Wolfgang Nebel als neuer Vorsitzender gewählt. Er löste Hans-Peter Spann nach 18 Jahren erfolgreicher Arbeit als erster Vorsitzender ab. Im Jahr 2001 bei der Jahreshauptversammlung wurde von den Mitgliedern eine Mitgliedschaft der KG im Festkomitee Kölner Karneval aus Kostengründen abgelehnt.

Das 100jährige Jubiläum unserer Karnevalsgesellschaft begann mit einer Feier zum 11.11. und wurde mit einem Festkommers am 05.01. fortgeführt. Der I. Vorsitzende, Wolfgang Nebel, und unser Sitzungspräsident, Dr. Kai-Uwe Hoffmann, ließen in launiger Manier die 100 Jahre Revue passieren.  Der vorläufige Höhepunkt unserer 100 Jahr-Feier gipfelte in unserer Jubiläumssitzung am 18.01.2003. Wir konnten nach langer Zeit wieder das Kölner Dreigestirn empfangen und der Elferrat trat in der zweiten Halbzeit der Sitzung mit historischen Uniformen auf.

Das Panikorchester, in früheren Jahren schon einmal aktiv, lebte wieder auf. Der „Dirigent“, unser Ehrenpräsident, Günter Schniering stellte ein neues „Orchester“ zusammen. Es sind einzelne Vereinsmitglieder, die mit schräger Musik, aber auch gesanglich, auf Geburtstagen, Schützenfesten und Sitzungen den Gästen Freude bereiten. Im Jahr 2003 wurde der Maibaum in der Mainacht von Unbekannten gefällt. Dieses Ereignis war Anlass, in der darauffolgenden Session unseren Orden mit dieser Darstellung zu kreieren. Als krönender Abschluss unseres Jubeljahres fand im September 2003 ein Konzert mit Wicky Junggeburth, erstes Open Air Konzert von Wicky Junggeburth, und der Musikgruppe „De Räuber“ im Odemshof statt.

2004 bis heute

Alle zwei Jahre sollte nun ein weiteres Konzert folgen. So fand im September 2005 ein weiteres Konzert wiederum mit Wicky Junggeburth und diesmal den Paveiern statt. Im Jahr 2007 begrüßen wir die Musikgruppe „Brings“ und die Comedians die „3 Colonias“. Mit der Musikgruppe „De Räuber“ fand im Jahr 2009 ein zweites Mal ein Konzert mit dieser Gruppe statt. Im Vorprogramm hatten wir dieses Mal die Mädchengruppe „Funky Maries“.

Bis zum Jahr 2005 war unsere Karnevalsgesellschaft eine reine Männerdomäne. Jedoch schon seit ein paar Jahren waren neben dem Mariechen einige weitere weibliche Mitglieder im Tanzcorps. Diesen Tänzerinnen sollte die Möglichkeit gegeben werden, nach ihrer aktiven Zeit beim Tanzcorps, in der Gesellschaft weiter Mitglied bleiben zu können. So konnte nach fast einjähriger Arbeit in kleinerem Kreis die Änderung unserer Satzung, zur Aufnahme weiblicher Mitglieder, bei der Jahreshauptversammlung 2005 beschlossen werden. Als erste weibliche Mitglieder wurden Sabine Hauptmann und Birgit Geffe in unsere Karnevalsgesellschaft aufgenommen. 2005 leitete Christel Spann zum letzten Mal unsere Damensitzung als Präsidentin. Sie konnte auf 13 Jahre erfolgreiche Präsidentschaft zurückblicken.

Seit einigen Jahren ist unser Tanzcorps wieder in toller Form. Jedoch um hier den hohen Leistungslevel halten zu können, sind erhebliche Investitionen erforderlich. So entstand die Idee, für das Tanzcorps und das Kindertanzcorps etwas zu schaffen um diese Investitionen leichter tätigen zu können. So fanden sich eine Gruppe, einige Mitglieder und andere Gönner, um unseren Ehrensenator Helmut Mahlberg zusammen, denen die Zukunft „unserer“ Jugend besondert am Herzen lag. Der Senat unserer Karnevalsgesellschaft war geboren. Erster Senatspräsident wurde Helmut Mahlberg und erster Schatzmeister Hans-Gerd Heusch. Bei der Jahreshauptversammlung im Mai 2006 wurde Alexander Ommer, der Kinderprinz von 1981, im Alter von 15 Jahren schon Mitglied bei den Blauen Jung`s, zum neuen Sitzungspräsidenten gewählt. Er löste Dr. Kai-Uwe Hoffmann nach 8-jähriger erfolgreicher Sitzungspräsidentschaft ab. Außerdem wurde nun beschlossen, dem Festkomitee Kölner Karneval beizutreten.

Im Jahr 2007 wurden unsere Sitzungen vom Ehepaar Ommer geleitet. Beide führten jeweils „Ihre“ Sitzung mit großer Bravour. Michaela die Damensitzung und Alexander die Prunk- und die Herrensitzung mit „3 mol Lövenich Alaaf“. Nach neun Jahren erfolgreicher Vereinsführung trat Wolfgang Nebel im September 2009 aus gesundheitlichen Gründen als erster Vorsitzender zurück. Unter seiner Führung wurden wir im Jahr 2005 Mitglied im Festkomitee Kölner Karneval, es wurden weibliche Mitglieder in den Verein aufgenommen und es wurde ein Senat zur Unterstützung unserer Tanzkorps gegründet. An seine Stelle trat nun der bisherige 2. Vorsitzende Peter Immig, der seit dem erfolgreich arbeitet. In der KG ist keine Unruhe entstanden. Im Januar 2010 wurde Wolfgang Nebel zum Ehrenvorsitzenden der KG. Erstmals in der Geschichte der Karnevalsgesellschaft durften die „Blauen Jungs“ zu ihrem 60-jährigen Jubiläum als Gruppe im Kölner Rosenmontagszug teilnehmen. Ganz stolz konnte man sie am 15.02.2010 im Zug beobachten. Große Beachtung fand auch die Teilnahme der „Blauen Jungs“ im Rosenmontagszug am 07.03.2011 als Begleitung des Zugleiters Christoph Kuckelkorn unter dem Motto „Köln hat was zu beaten“. Diese Teilnahme wurde durch unseren Senatspräsidenten, Helmut Mahlberg, ermöglicht.

Im Jahr 2010 wurde Peter Immig dann zum neuen Vorsitzenden gewählt. 2. Vorsitzender wurde unser Sitzungspräsident Alexander Ommer.